– ein zu dieser Jahreszeit noch sehr seltenes männliches Exemplar dieser Gattung wurde in Portimao gesichtet! In Folge wochenlanger ungestörter UV Bestrahlung kam diese interessante Variante des Felles wieder ans Tageslicht. Mit einer Aufnahme dieser interessanten Mutation in den Genpool ist wohl leider nicht zu rechnen, da die Reproduktionsphase dieses im Alter etwas fortgeschrittenen Exemplars bereits abgeschlossen sein dürfte.

Weitere Beobachtungen aus Portimao:

Ruben, unser Schweißer, ist uns irgendwie abhanden gekommen. Zuletzt war er vergangenen Donnerstag am Werk, heute ist Mittwoch, nahezu eine Woche ohne jeden Fortschritt. Grrrrr!!
Kommuniziert wird hier ja nichts, so darf man den Informationen hinterher laufen und sich irgendeine Story erzählen lassen – “he has to work on a boat that want to leave”. Aha, wusste noch gar nicht, dass wir in eine andere Kategorie fallen! Natürlich ist klar, dass wir den einzigen Schweißer der Firma nicht wochenlang exklusiv belegen können, aber die Jungs wussten ja, dass dieses Projekt kommt, dann sollte man in der Zeit halt nur noch absolute Notfälle annnehmen.
Jetzt sieht es vom Wetter her schlecht aus, denn es stürmt die nächsten Tage aus E/SE und ich vermute mal, dass da Schweißen außen nicht mehr geht, da das Schutzgas vom Winde verweht wird.

Dafür haben wie wieder ein Vorstag. Das hängt bereits oben, die Installation war easy. Leider ist das gewalzte Terminal des 10mm dicken Stages etwas dicker als das bisherige 8mm Terminal und streift minimal am Aluprofil innen – also da, wo man nicht schleifen kann. Jetzt schauen wir mal, wenn die Rollgenua einige Male draußen war, ob es sich etwas einläuft.
Da wir von Problemen mit dem Vorstag die Nase voll haben, wurden die Verbindungsstellen des Profils jeweils mit 2 Schräubchen versehen.
Dazu wurden die ausgeleierten Gewinde, in denen die Schräubchen nicht mehr halten wollten, zuerst mit einem Gewinde eine Nummer größer versehen. Dann mussten passende Schräubchen angefertigt werden, was bei einer Gewinde-“Länge” von gerade mal 4mm ein Gefummel ist.

Doppelt hält besser

Danach wurden alle Verbindungen mit zusätzlichen 4mm Gewinden versehen und auch da die Schräubchen gefertigt und eingebaut. Nachdem das neue Drahtseil eingefädelt war, haben wir dann vorsichtshalber nochmal mit dem langen Maßband nachgemessen, sprich die Capitania war mal wieder im Masttop.
Dann nur noch das Drahtseil ablängen und mit dem Sta-Lok Schraubterminal versehen und “schon” ist das neue Vorstag fertig. Die Capitania noch mal in den Mast hoch und das Vorstag oben eingehängt, Rigg spannen und testen. Fertig – nach zwei Tagen..

Dann gibt es noch zwei neue klappbare Maststufen, um das aufentern in den Mast zu erleichtern. Klappbar deswegen, da sich diese in dem Leinenchaos am Mast unten befinden und möglichst wenig stören sollen.

Die “Gina” ist schon wieder da, die armen hatten Wassereinbruch, möglicherweise an der Gummimanschette der Stopfbuchse (bester Fall, dann muss nur mal die Propellerwelle kurz raus) oder gar am Stevenrohr der Propellerwelle (schlechtester Fall, dann muss die Welle raus und das Stevenrohr neu einlaminiert werden). Auch die Welle raus wird spannend, da es nicht klar ist, ob die am Ruderskeg nach hinten vorbei geht. Alternativ müsste sonst der Motor raus – ein Alptraum. Die beiden hat es wirklich auch ganz dick erwischt.

Dagegen ist Christoph mit seiner Ketch “Freia” nach 1,5 Jahren Vorarbeit nun im Wasser. Wir hatten bei einigen kleineren Arbeiten geholfen, da einige Arbeiten alleine nun mal gar nicht gehen, zum Beispiel innen schrauben und außen gleichzeitig eine Anode fest halten. Ursula und Markus fahren mit rüber in die Marina.
Die “Freia” geht nun auf dem Seeweg nach Flensburg, um dort vollends hergerichtet zu werden.

Der große Tag für Christoph und seine “Freia”