Nachdem wir nun einige Zeit Besitzer eines “Trimarans” waren kam heute der große Tag der Metamorphose zum Mono. Zunächst mal wurde der alte BB-Kiel zusätzlich mit eiem fetten Tau auf der Genuawinsch gesichert, damit beim Schneiden nichts passieren kann.
Dann hat Ruben die Innenseite mit der großen Flex abgetrennt, danach die Aussteifungen. Jeweils am Anfang und am Kielende wurden ca 5 cm große Stummel stehen gelassen, das sollte laut Hans, einem dänischen Bootsbauer, locker reichen, um den Kiel aufrecht zu halten. Zusätzlich war er ja mit dem hart durchgesetzten Tau auf der Winsch gesichert.

Vorsichtshalber fragen wir dann mal nach dem große Gabelstapler der Werft, der 7,5 t heben kann. Es wäre ja ganz schlecht, wenn der kleine Gabelstapler mit dem Kiel ins Schiff fällt….

Die Kiele werden mit zwei Kettenflaschenzügen am Stapler befestigt und die Gabel mit Kanthölzern versehen, dass der Kiel nicht wegrutschen kann.

Am Gabelstapler fixiert
Der letzte Schnitt

Die verbliebenen Stege vorne und hinten werden ab geschnitten und nach kurzem Verhaken lässt sich der Kiel an den vorläufigen Lagerplatz fahren.

Alex packt mit an und in kurzer Zeit liegt der Kiel auf zwei Hölzern.
Beim zweiten Kiel geht es sogar noch besser, wir haben wieder keine Spannung im Blech beim letzten sehr gefährlichen Schnitt und das Schiff wackelt auch nicht mal minimal. Eine perfekte Aktion, die mit Ruben und dem Profi am Steuer des Gabelstaplers zwar immer noch aufregend war, aber super geklappt hat!

Stop – einen Kiel haben wir noch!
Da ist er ja!

Unmittelbar nach dem Abschneiden beginnen wir, die Schnittstellen möglichst bündig zu schneiden und glatt zu schleifen, damit wir schnellstmöglich mit dem Zuschweißen beginnen können.
Übrigens mal wieder eine ätzende Arbeit, im Sitzen ständig mit der Flex über Kopf zu arbeiten ….

Antonio kommt gerade vorbei und wir starten eine kleine Wiegeaktion, denn der Stapler von Antonio kann gerade so 3t heben. Es geht problemlos, den Kiel anzuheben und Antonio schätzt 1,8 bis 2 Tonnen – das wäre perfekt mit unseren 3,5 t Blei und 700kg Alu, das wir insgesamt verbauen werden.

Zudem wird der Schwerpunkt deutlich tiefer liegen als bisher, denn die Engländer haben wohl beim Befüllen die “Werkstatt ausgekehrt” und allen Müll in den Kiel geworfen und mit reichlich Polyester vergossen. Da wir eine fast massive Bleifüllung haben werden, kommen wir mit dem Schwerpunkt des Kiels also deutlich tiefer. Das wird den Segeleigenschaften sicher zu Gute kommen!