Heute kam nun – natürlich ohne jede Ankündigung – ein Mitarbeiter von Antonio daher, um das Wellenlager zu tauschen, denn die Propellerwelle hat etwas Spiel.

Zuerst mal muss die Welle gezogen werden, was auch ganz gut geht. Nur als sie dann draußen ist, das Erschrecken: Korossion, vor allem am Tauwerkschneider und mies gemachte Schweißungen (?) auf der Welle, der Mechaniker meint gleich “we make new one”. Na super, Kiel noch nicht fertig und schon eine weitere Großbaustelle! Aber es kommt noch besser: Offensichtlich hatte sich die Welle mal in der motorseitigen Aufnahme gedreht und es gibt massive Einlaufspuren, deswegen auch eine M10 Schraube, die das nun verhindern soll.

Einlaufspuren – auch das noch.

Und als ich die Stopfbuchsendichtung (das ist das Ding, das verhindern soll, dass am Propellerschaft Wasser ins Boot kommt) auseinander schraube und das Ding wieder zusammen bauen möchte die Erkenntnis, dass das Gewinde demoliert ist…… Es kot……. uns an.

Nachmitags bei Antonio muss ich die Jungs zuerst mal einbremsen: “We make new” hier und da und dort…. Nur weil es möglich ist, muss es ja vielleicht nicht gleich alles neu gemacht werden (oder hat der Mann an der Drehbank gerade keine Arbeit?). Wir einigen uns auf eine Minimalversion, behalten das alte Stopfbuchsensystem, nur die Mutter wird etwas abgeschnitten, die motorseitige Aufnahme wird auch nicht gleich neu gemacht, sondern zuerst mal geschweißt und dann neu ausgedreht.
Wenigstens sind wir hier in “guten Händen”, denn die Jungs verstehen was von ihrem Handwerk, die reparieren ja hier auch die Fischerboote.

Natürlich ist der Plan, dann fix ins Wasser zu gehen um den neuen Kiel zu testen, damit auch hinfällig. Wenn es hier richtig warm wird wollen wir aber weg, sonst müssen wir eine kleine mobile Klimaanlage kaufen, denn auf dem Hardstand heizt sich das Schiff ja auch von unten ordentlich auf……..