Wir sind wieder in Portimao und waren heute mit unserem Schiff im Wasser, um die Schwimmlage und die Ballastierung zu testen.

Pünktlich um 8.30 Uhr steht die Travellift-Mannschaft da und es geht Richtung Wasser. Vasil fragt noch, wo denn die Champagner Flasche für die Bootstaufe wäre??
Alles läuft völlig entspannt, die Ventile sind alle dicht, ebenso die Stopfbuchse. Wir lassen die Maschine an und verlassen den Travellift. Wie schon zuvor hängt das Boot ein wenig nach rechts, aber die Schwimmlage ist besser, da wir im Bugbereich fast 10cm aus dem Wasser gekommen sind. Das Boot läuft gerade aus, alles wie geplant. Wir fahren in die Marina um das Rigg nachzuspannen. Leider sieht es mit dem Wind mager aus, trotzdem wollen wir mal raus, vielleicht ist es ja draußen besser.

Die Capitania checkt die Bilgen und wird leider fündig: Wir nehmen Wasser auf der Steuerbordseite, da wo wir schon mit dem alten Kiel die Probleme hatten! Es war wohl nicht der Kiel, sondern eine Stelle am Rumpf undicht. Jetzt sehen wir das Rinnsal…. Im Winter waren die  Bedingungen mies, wir waren oft nachts unterwegs und hatten es schlicht nicht gesehen, woher das Wasser gekommen ist.

Dummerweise ist die undichte Stelle an einer ganz üblen Stelle, nämlich unter dem Kühlschrank. Wenn wir das Aggregat und den Wärmetauscher ausbauen geht die Kühlmittelfüllung verloren und wir müssen beides einschicken. Das dauert und das kostet. Die Capitania löst zuerst das Aggregat und baut dann das Haltebrett aus. So gelingt es, das Löchlein zu finden. Leider ist die Stelle hinter einem Träger, es ist eng, wenn hier geschweißt werden soll, dann nur mit Spiegel….

Wir bauen das Aggregat wieder behelfsmäßig ein, essen ein Süppchen und verlassen die Marina. Zuerst liefern wir bei Katja und Matthias am Ankerplatz zwei Wassermelder ab. Wir haben ja 12 Stück mindestens, da können wir nun zwei entbehren. Die beiden hatten nämlich auch Wassereinbruch und haben es erst spät gemerkt…. So sollte es jetzt besser sein. Eigentlich wollten wir längsseits gehen, aber es hat zu viel Schwell, so ist es zu gefährlich. Bow übergibt die Wassermelder mit dem Bootshaken und wir drehen ab.
Daniela und Olaf sind auch wieder da, sie wollen uns in den nächsten Tagen mal besuchen.

Leider hat es draußen auch nicht mehr Wind, bei 3 Knoten Windgeschwindigkeit bewegen sich  14 Tonnen nicht wirklich! Dafür regnet es ein wenig. Wir fahren wenigstens mal enge Kreise, das Boot macht einen stabilen Eindruck.

Endlich mal wieder draußen!

Pedro von der Travelliftmannschaft hattte gefragt, ob wir schon um 15 Uhr wieder raus können. Nachdem es keinen Wind hat, spricht nichts dagegen. Wir fahren Richtung Ankerplatz vor Ferragudo und ankern zwischen der Ithemba mit Anna und Wolfgang und Philippe mit seiner Halbrane.
Wir müssen die Logge wieder ausbauen, damit die nicht beim Kranen nicht beschädigt wird. Wir genießen es, die kurze Zeit vor Anker zu liegen.
Wir wollen gerade anker auf gehen, da kommt Philippe mit seinem “Vintage-Dinghi” angefahren. Als Dinghi ist das Ding ja völlig untauglich und Philippe ist damit auch schon baden gegangen. Auch dieses Mal ist er hochkonzentriert, damit er nicht rein fällt. Wir qutschen kurz bevor wir Richtung Boatyard abdampfen.

Am Travellift warten wir kurz bis das Motorboot ins Wasser gekrant ist und fahren in den Lift. Alles klappt, nur als das Boot in den Brackets abgestellt ist, sehen wir, dass unser schöner Windgeneratormast nun aussieht wie eine Banane. Ich zeige es Pedro, der zuckt mit den Achseln und läuft weg.
Das Boot mit dem Hochdruckreiniger von Alex abgewaschen und gleich ins Office, um mit dem Manager zu sprechen. Der ist nicht da, aber telefonisch erreichar. Kurz erklärt was passiert ist, er kümmert sich drum.

Kaum zurück taucht auch Pedro schon wieder mit einem von der Firma Bluewater auf, der sich die Sache anschaut. Antonio soll es richten, der 5 Minuten später auch schon da ist. Sie wollen den Mast am Montag ausbauen und gerade richten.
Nun denn, wenigstens müssen wir es nicht machen sondern nur aufpassen, dass die Jungs keinen Murks machen. Ein bisschen mehr Vorsicht beim Rangieren und das wäre nicht notwendig geworden.

Wir sind nach dieser “langen Seereise” total fertig, essen kurz Spaghetti mit Muscheln und fallen wie tot ins Bett. Nicht mehr gewohnt!
Später am Abend überlegen wir dann, wie wir das Problem mit dem Wassereintritt lösen können ohne den Kühlschrank zu zerstören! Wir haben eine Idee, zuerst mal heißt es aber, die Beschädigung am Rumpf außen zu finden.