Heute waren wir in Vilamoura. Der Tag beginnt mit Katstrophen. Wir haben eine neue Ankerkette und eine neue Nuss auf der elektrischen Ankerwinsch. Aber die beiden mögen sich noch nicht so recht. Statt die Kette sauber frei zu geben, wickelt sich beim Anker auf die Kette mehrfach um die Winsch, dann fliegt die Sicherung raus und dann ist zuerst mal eine halbe Stunde Arbeit angesagt, das Durcheinander zu entwirren.

Beim Segelsetzen geht es dann gleich mal weiter. Zuerst verhängt sich das Fall an den Maststufen. Wir merken es glücklicherweise bevor wir beim Segel setzen etwas abreißen….
Dann hängt das Groß an den Lazybag-Seilen mehrfach, es geht ein Stück rauf – ein Stück runter – rauf – runter – irgendwann sind wir Sieger.

Ideales Segelwetter, aber bitter kalt morgens: Doppelte Fleecejacke ist angesagt, im Süden Portugals Ende Juli!!

Nach 3 Stunden haben wir die gut 20 nm hinter uns und laufen in die Marina ein, wo wir das Rigg richten und kontrollieren lassen. Leider müssen wir für einen halben Tag einchecken für 37 Euro, das Procedere dauert fast so lange wie die Kontrolle des Riggs. Grrrr!

Vilamoura ist eine Schicki Micki Marina mit überwiegend Motorbooten, also gar nicht unser Ding.

Ein schnelles Mittagessen, Wasser auftanken und Müll entsorgen, dann geht es auch schon wieder zurück.

Von den Segeleigenschaften des Bootes sind wir sehr angetan, es ist trotz etwas weniger Ballast stabiler und vorne ist weniger Gewicht. Das hat super geklappt mit der Ballastierung!
Am Schluss geht es noch heftig gegenan mit gelegentlichen Duschen, so hatten wir das eigentlich heute nicht geplant.

Zuletzt müsssen wir sogar noch einen langen Kreuzschlag hin legen, sonst kommen wir ohne mit der Maschine gegenanzu bolzen nicht nach Portimao rein.

Gegenan bei 20 Knoten Wind (5 Windstärken)
Winschkurbelballett