Wir erledigen Restarbeiten und versuchen, das Schiff zu “entmüllen”, wobei das, was wir weniger haben wollen/sollen, natürlich kein Müll ist. Aber da der Platz limitiert ist, nutzen wir die Zeit nun, den x-ten “Was brauchen wir wirklich” Durchgang durchzuführen.

Hier ist gerade “Afromusical-Fesival” und es ist fast unerträglich. Das Gebrüll, welches aus den Lautsprechern kommt, als Musik zu bezeichnen ist schon gewagt. Und die Lautsprecher sind natürlich solche, dass sie auch in Marokko noch zu hören sein dürften.
Eine “Nebenwirkung” ist dann noch, dass Internet über Mobilfunk quasi nicht mehr möglich ist, da natürlich jeder ständig seinen Facebook Account aktualisieren muss und das Mobilfunknetz hoffnungslos überlastet ist.
Gestern sind wir deswegen nach Ferragudo geflohen, ein Stückchen flußaufwärts. Da muss an am Rand des Fahrwassers ankern, die Strömung ist ziemlich groß und das Boot fährt wild in der Gegend herum. Es ist sehr wenig Platz, da es auch noch Mooringbojen gibt.
Als wir gerade mit dem Dinghi vom Essen zurück kommen, denken wir, das Boot hat sich selbstständig gemacht. Hat es nicht, aber die Kette ist Richtung Fahrwasser ausgezogen und wir sind viel zu weit im Fahrwasser drin.
Ich teste den Anker noch mal und ziehe in auch gleich raus, also zurück in die Anchorage hinter den Wellenbrechern. Zumal sich unser Nachbar heute morgen beim “Anker auf” auch noch ein Kabel eingefangen hatte, das braucht es nicht unbedingt.
Zur “Abwechslung” kommt dann im Ankerfeld hinter dem Wellenbrecher letzte Nacht Musik auch noch vom anderen Ufer…. Super.

Vor Anker in Ferragudo, hinten Portimao
Ankerfeld hinter dem Wellenbrecher