Wir machen das Boot langsam reisefertig. Wir haben uns dazu an das Ende des Strandes von Portimao in eine kleine Ecke verlegt, die gut vor den nördlichn und nordwestlichen Winden nachmittags geschützt ist. Wenn die Tagesbesucher verschwinden sind wir abends allein oder mit höchstens einer oder zwei Yachten hier.

Gestern dann das Erschrecken: Wir finden eine bgebrochene Schraube und Metallteile in der Bilge unter dem Motor. Nach kurzer Suche ist klar, die Schraube fehlt an der flexiblen Scheibe hinter dem Getriebe und ist dort einfach abgebrochen. Statt 4 gibt es jetzt nur noch drei Schrauben……

Also wieder zu Antonio. Wir können an einem riesigen Katamaran längsseits gehen. Den Mechaniker bringe ich gleich aus der Werkstatt mit. Glücklicherweise kann das Teil ausgebaut werden, ohne dass das Schiff aus dem Wasser muss. In einer knappen Stunde ist die Scheibe ausgebaut. In der Wekstatt ist dann klar, dass die Scheibe nur noch Schrott ist. Glücklicherweise haben sie ein Ersatzteil auf Lager, denn in Portugal haben alle Ferien und die Lieferung könnte auch “bis zu 2 Monaten” dauern…..!

In gut 2,5 Stunden ist alles wieder montiert und wir sind schon wieder fahrbereit. Das hätten wir nicht gedacht.

Da wir nun schon mal in Portimao sind geht es gleich zu der Tankstelle. 200l Diesel ist kein Problem, aber Benzin für den Außenborder ist aus – LKW Fahrer Streik.

In der Marina tanken wir Wasser, der Marinero im Dienst lässt uns umsonst tanken. Es ist nun schon spät abends und wir fahren hinüber in die Anchorage. Nach 4 Ankerversuchen, bei denen wir den Anker jeweils durch den losen Schlick ziehen, haben wir genug und fahren wieder raus ins offene Meer in unsere kleine Bucht.
Wir wollen sowieso den Wassermacher zum Laufen bringen und das geht im Brackwasser des Flusses nicht.

Bei stockfinsterer Nacht schleichen wir uns an, auf dem Plotter haben wir noch die Trackaufzeichnung vom letzten Ankern hier und so ist es nicht ganz so aufregend, weil wir einfach den gleichen Platz wieder ansteuern können.