Zwar nicht bestellt, aber trotzdem bekommen….

Die Finger-Operation ist gut bis sehr gut verlaufen, nur das mit der Blockade am Arm hat dieses Mal nicht geklappt. Während links bei einer Karpaltunnel-Op die örtliche Betäubung ein voller Erfolg war und der Arm viele Stunden wie ein Stück totes Holz an der Schulter hing, hat es diesmal nicht geklappt.
Beim Schnitt in der Hand habe ich etwas “gejault” und so musste eine Vollnarkose her. Entsprechend länger hat es dann gedauert, bis ich wieder bei Sinnen war.
Wir sind dann trotzdem auf dem Heimweg gleich beim “Esszimmer” vorbei, einem Thai-Restaurant mit authentischem Essen und günstigen Preisen. Sehr empfehlenswert dort und vor allem der Kartoffelsalat (!!) ist schlicht der Wahnsinn.

Am Samstag besuchen wir Freunde, machen bei herrlichem Herbstwetter und Temperaturen deutlich jenseits der 20 Grad zusammen einen Spaziergang zu einem Cafe. Wir wollen richtig guten Kuchen probieren, in Portugal gibt es vor allem zuckerige Pampe. Die schwäbische Alb ist hier von der Parksiedlung aus klar zu sehen, Erinnerungen an viele Segelflugstunden die Alb rauf und runter kommen auf.
Im Cafe bestellen wir zwei Latte, einen Kaffee, ein Holundersaftschorle und zwei Stück Kuchen. Die Dame macht schon bei der Bestellung einen etwas unbedarften Eindruck. Als sie die Getränke bringt habe ich gerade den linken Arm oben, sie kommt von hinten unbemerkt heran und will die Sachen abstellen. Es kommt wie es kommen muss, ich zieh den Arm herunter, das Tablett kippt, der Kaffee plus Latte und Schorle landet auf mir….. T-Shirt nass, Hose komplett nass, selbst Unterhose nass, vor allem aber der Verband an der frisch operierten Hand auch komplett durchnässt. Jetzt heißt es zügig trocken legen. Das Thema Kuchen ist erledigt. Bei unseren Freunden findet sich dann ein T-Shirt und eine Jogginghose, wir müssen wenigstens nicht zurück zu unserer Basis hier in Stuttgart.

Am Sonntag holen wir das Kuchenessen dann nach. Wir machen einen längeren Spaziergang, fahren mit einem der Wahrzeichen von Stuttgart, der Zahnradbahn (“Zacke” genannt) zum Marienplatz hinunter und gehen ins Cafe Schurr mit dem Flair der 60er Jahre. Endlich der ersehnte Johannisbeerkuchen!
Zurück geht es mit der U-Bahn zur Waldau in wenigen Minuten. Wir haben das herrliche Herbstwetter noch mal genutzt, ab Morgen wird es regnerischer und vor allem kälter.