Ja wir sind in Thailand! Logischerweise (noch) nicht mit dem Schiff. Die “Wartungsarbeiten” an der Crew in Stuttgart sind planmäßig verlaufen und während der Rekonvaleszenszeit nach der Finger-OP sind wir auf “Heimatbesuch” in der Heimat der Capitania.

Mit dem Zug nach Frankfurt, dann mit Royal Jordanian via Amman nach Bangkok. Bei dem Preis von 389 Euro nach Bkk und zurück sollte man ja nicht meckern. Nach den katastrophalen Bewertungen der Royal Jordanian im Internet sind wir gespannt. So schlimm wie befürchtet wird es aber nicht. Einige der Flugbegleiterinnen sind sichtlich wenig motiviert und entweder mit dem falschen Fuss aufgestanden oder schlecht gelaunt. Zum Essen gibt es nur Snacks, auf der Strecke FRA – Amman Chicken Sandwich, und dann auf der Strecke Amman – BKK zur Abwechslung  Chicken Sandwich! Immerhin war es auf der ersten Strecke in zwei Hälften geschnitten und auf dem zweiten Abschnitt am Stück! Irgendwie vergißt die Crew, dass der Flug in Bangkok endet, denn das Essen vor der Landung muss im Laufschritt verteilt und eingesammelt werden. Gerade so werden sie noch fertig, bevor der Kapitän die Maschine auf die Bahn knallt, dass es kracht. Ich vermute, er war ein paar km/h zu langsam mit der vollbeladenen Maschine oder es gab ein bisschen unerwarteten Rückenwind …….

Was für eine erfreuliche Erfahrung dann beim Einsteigen in BKK in die Maschine der Thai -Smile, der Billigfluglinie der Thai-Air. 4 Flugbegleiterinnen (Kategorie könnten auch Models sein….) strahlen einen mit breitestem Lächeln an. Selbst auf dem kurzen Flug nach Hat Yai von etwas über einer Stunde gibt es Snack und Getränke. Zur Abwechslung mal Chicken Sandwich, dieses Mal jedoch mit anderem Geschmack.

Der Leihwagen steht schon bereit und alles ist fix erledigt. Da wir grundsätzlich Vollkasko ohne Selbstbeteiligung zusätzlich buchen, brauchen wir das Fahrzeug auch nicht super genau untersuchen.
Kurz nachdem wir den Flughafen gegen 22 Uhr verlassen haben, bekommt die Capitania den ersten Anfall ob des tollen Fahrstils ihrer Landsleute. Wie üblich kommt einem auf der Autobahn Verkehr entgegen (!), gelegentlich auch ohne Licht, der Blinker eines Motorrades, das uns gerade links überholt hat und dann vor uns nach rechts zieht und scharf abbremst ist dunkelblau und nur mit viel Phantasie zu erkennen. Es wird wieder gefahren, wie wenn es kein morgen gibt! Ich lästere dann immer, dass das mit der Wiedergeburt auch Nachteile hat – manchen scheint es gerade egal zu sein, wie lange sie noch im jetzigen Leben sind??
Ich bin völlig tiefenentspannt, denn das ist der ganz normale Wahnsinn hier auf der Straße!

Blick vom Hotelzimmer – am Wasser muss sein! Der Hafen von Songkhla

Am nächsten Tag beginnt dann das Bespaßungsprogramm der Nichten und Neffen – heute im Zoo in Songkhla. Der Wasserpark dort ist das Ziel. Nachdem sich Kitty, die heute nicht dabei sein kann, das letzte Mal an einer vorstehenden Fliese die Sohle wirklich übel aufgeschnitten hatte, sind wir dieses Mal extrem vorsichtig. Schwimmkurs ist angesagt. Die meisten Thais können leider nicht schwimmen und so müssen die Kinder immer ran, wenn wir da sind. Klappt super, am Ende schwimen beide schon 5 bis 8 Züge selbstständig. Bow geht mit den Kindern noch Tiere schauen, ich schlafe lieber eine Runde.
Als wir losfahren wollen, schläft dann auch das Auto und springt nicht mehr an – die Batterie ist wohl am Ende. Der Mann von AVIS ist in 60 Minuten mit einem Ersatzwagen und Starthilfekabel da. Er prüft gar nicht, was es denn sein könnte – ist wohl nicht das erste Mal, dass der Wagen liegen bleibt!
Auf dem Heimweg wird dann noch frisches Obst und Sticky Rice mit Mango an den Verkaufsständen in Songkhla gekauft. Hier pulsiert abends das Leben. Und hier schmeckt die Mango nach Mango – lecker!

Strassenverkauf

Am nächsten Tag geht es in den Pirates Water Park in Hat Yai. Auf dem Weg dahin sehen wir den ersten Motorrad-Unfall dieses Mal. Da hat wohl mal wieder einer auf dem Motorrad versucht, einen Linksabbieger links zu überholen. Erwartungsgemäß klappt das nicht immer und so kracht es dann halt mal wieder. Vorausschauendes Fahren und Mitdenken ist ganz sicher nicht die Stärke der hiesigen Verkehrsteilnehmer. Auch wir werden immer wieder beim Abbiegen links oder rechts von Motorrädern überholt. Ein weiterer Klassiker ist auch, auf einer zweispurigen abbiegenden Strasse zu dritt nebeneinander abzubiegen, und dann will ganz sicher der, der ganz links steht, wenige Meter weiter rechts abbiegen. Nun ja, rätselhaft, was da in der Oberstube vor sich geht….?
Der Wasserpark besteht aus Rutschen jeder Größe und Hindernisstrecken, die teils recht anspruchsvoll und anstrengend sind. Bei Einbruch der Dämmerung verlassen wir reichlich fertig den unterhaltsamen Park.
Zur Abwechslung fährt dann einer mit einem schwarzen Auto nachts ohne Kennzeichen und ohne Licht auf der Strasse. Super! Welcome to Thailand!