Die Tage hier in Songkhla sind diesmal sehr anstrengend. Heute waren wir kurz im Krankenhaus, da ich eine sehr schlecht (oder gar nicht) heilende Wunde an der Stirn habe und ich Sicherheit haben wollte, dass hier nichts übles entsteht…..
Wie schon fast üblich kennt die Capitania mal wieder jemand, der da arbeitet, nämlich eine Krankenschwester auf der Intensivstation. Die bereitet alles vor und so geht es Ruck-zuck! In nicht mal 20 Minuten nach Betreten des Krankenhauses ist die Untersuchung bei der Hautärztin abgeschlossen, noch ein paar Minuten zum Zahlen und für das Warten auf eine Lotion zum Einschmieren, das war es. So geht das nur mit “Viamin B” und wir haben ein ziemlich schlechtes Gewissen, denn normalerweise kommen die Patienten hier um 7 Uhr in der Früh und hängen dann den ganzen Tag herum…. Das ganze System macht einen ziemlich überlasteten Eindruck, Massen von Patienten auf den Fluren, im Hof vor dem Krankenhaus, ein echter Schock. Kosten für die ambulante Untersuchung dann umgerechnet 6 Euro incl. Medikament. Die Ärztin gibt Entwarnung, nichts schlimmes.

Wir fahren ziemlich viel in der Gegend herum und sind immer wieder auf unserem Bauplatz. Wir wollen ja nach dem Segeln hierher ziehen. Den Bauplatz lassen wir vom Dschungel befreien und insgesamt 7 LKW mit Holz und Unkraut abfahren. Kosten 300 Euro für alles. In Zukunft werden die Nachbarn Chilli anbauen und Rasen mähen bis wir wieder da sein können.

Dschungel auf dem Bauplatz
So sieht das schon besser aus

Dann erkundigen wir uns über Preise für das Bohren eines Brunnens, holen Informationen ein, wie das mit der Stromversorgung und der Baugenehmigung funktioniert usw.. Und wieder ist die Welt klein. Auf der Baubehörde treffen wir eine Mann, der uns alle Informationen geben kann. Er arbeitet bei der Baugenehmigung, ist Architekt – und ein Klassenkamerad von der Freundin von Bow,  die in der Schweiz lebt… Er spricht perfekt Englisch und will unser Baugesuch machen…. So weit sind wir noch nicht, aber wir haben schon mal alle Kontaktdaten.
Auch diverse Baumärkte werden mal abgeklappert und einen gebrauchten Pick-up  gibt es ab ca. 6000 Euro. So weit so gut.

Allerdings ist in Thailand alles deutlich teurer geworden. Das liegt vor allem am schlechten Wechselkurs zum Thai-Baht, der wiederum an der beschissenen Geldpolitik der europäischen Zentralbank hängt. Der Wert des Euros hat sich dramatisch verschlechtert. Wer im Euroraum lebt, bekommt davon nicht viel mit, nur die Sparer trifft es.
Für ein zukünftiges Leben hier in Thailand ist das ein Risiko, denn an das immer wieder zu erneuernde Visum sind finanzielle Bedingungen geknüpft, die wiederum am Wechselkurs hängen. Zwar sind wir hier noch weit von den Limits entfernt, trotzdem ist das ein grundsätzliches Problem. Vor allem für deutsche Rentner, denn mit den lächerlich niedrigen deutschen Renten kann das ein Problem werden, wo sich Österreicher und Schweizer nur kaputt lachen. Hätte ich gleich in Österreich ins System einbezahlt, wäre die Rente über 50% höher. Deutschland bringt es nicht fertig, die seit Jahrzehnten diskutierten Probleme zu lösen. Die Politiker bedienen ihr Klientel und kümmern sich einen Scheiß um die wirklichen Probleme in der Rentenversicherung. Ein Blick über die Grenzen würde genügen…..
Darüber hinaus gibt es nun Krankenversicherungspflicht für Rentner in Thailand. Alles kein Problem, denn meine private Krankenversicherung zahlt weltweit, auch in Thailand. Nur hat die mal eben wieder um 50 Euro pro Monat aufgeschlagen, das bedeutet, auf Dauer wird das nicht gehen. Weder hier und schon gar nicht in Deutschland. Derartig absurde und unverschämte Beitragserhöhungen waren die letzten Jahre die Regel. Auch das seit Jahrzehnten ein Thema…..

Noch einige Eindrücke aus Thailand:

Weiße Schrift auf weißem Grund: Der neueste “Hit” hier, das Kennzeichen mit Schleifpapier “nachbehandeln”, damit man die Schrift nicht mehr lesen kann….
Mit der Thai-Verwandtschaft beim Essen