Eigentlich eher Großbaustelle. Der Mann vom Wachdienst verdreht schon immer die Augen, wenn er bei uns vorbei kommt und schüttelt den Kopf…. Wir sind jetzt aber voll motiviert bei der Arbeit.

Innen ist der überwiegende Teil der notwendigen Verstärkungen fertig zum Schweißen. Außen sind wir bei der Arbeit. Zuerst muss das Hirn eingeschaltet werden, um zu überlegen, wie die ca 100 kg schweren Platten überhaupt bewegt werden können, ohne jedes Mal nach einem Gabelstapler zu betteln.
Die beste Idee hatte die Capitania. Im Baumarkt flugs zwei Schwerlastbrettchen mit Rollen gekauft und so können wir unsere Platten in der Gegend herum fahren.

Gigantisch ist des Menschen Kraft, wenn er mit dem Flaschenzug schafft..

Zum Anheben der Platten basteln wir einen Flaschenzug, den wir einfach an die Fußreling hängen – fertig ist die Werkstatt.

Etwas tricky ist dann die Ausrichtung der Platten zueinander. Eigentlich sollte da gleich der Schweißer her, aber so funktioniert das hier nicht und Not macht erfinderisch. Wenn es gehen muss geht es auch anders:

Es geht auch ohne schweißen – zumindest zum Maß nehmen.

Die Ausrichtung der Platten gelingt mit einigen Holzbrettchen und zwei Spanngurten. Damit lässt sich die Konstruktion mal unter den Kiel fahren und wir können Maß nehmen, um die Bootsrundung auf die Aluplatten zu übertragen.

So soll es mal werden : Kielsohle und zentrale Platte

Das Zuschneiden geht mit der Flex recht ordentlich und bald haben wir eine erste Annäherung an die endgültige Form. Natürlich muss noch nachgearbeitet werden, aber unsere fahrbare Konstruktion erleichtert die Arbeit enorm!

Gigantischer Materialverbrauch – hoffentlich reichen 200 Scheiben!
Noch top motiviert

Unsere Segel sind nun auch gekommen – kaum zu glauben. Sofort die Fock aufgezogen bei reichlich Wind und gleich die Ernüchterung: Der UV-Schutz ist auf die falsche Seite genäht und das Segel passt nicht. Das Unterliek ist zu lang und das Schothorn befindet sich über der Rolle der Fockschiene. So wird das nix. Das Sgel kann so nur gerefft gefahren werden.

Unterliek zu lang -so kann das Segel von LEESails nicht durchgesetzt werden
Und der UV-Schutz auf der falschen Seite

Gut, das Problem mit dem UV-Schutz lässt sich lösen, indem anders herum gewickelt wird. Nur war das Deckslayout gerade eben nicht so ausgelegt, aber es geht gerade so, sieht aber besch……..  aus.

Nach der ganzen Vorgeschichte mit nicht passenden oder falsch oder auch gar nicht gelieferten Segeln von LEESails Flensburg wundert es mich jetzt nicht, dass es wieder nicht passt. Vorsichtshalber hatte ich LEESails Mitte November geschrieben, sich bei Unklarheiten oder fehlenden Maßen an uns zu wenden….. Immerhin haben wir insgesamt 5 stellige Beträge für neue Segel bei der Firma liegen lassen, da erwarte ich etwas anderes. Ob der Gennacker (ein Schwachwindsegel) in Ordnung ist, kann im Moment nicht überprüft werden, da es tagsüber oft mit 6 Windstärken und in Böen auch mehr bläst.