So allmählich kann man erkennen, wohin die Reise beim Bau unseres neuen Kiels mal gehen soll. Ruben schweißt wie der Weltmeister und viele Bereiche sind inzwischen durchgeschweißt.

Von Bärbel und Karl-Heinz, die viele Jahre in der Karabik waren, haben wir eine dicke LKW Plane zur Verfügung gestellt bekommen, die als Windschutz für die Schweißarbeiten dient. Den beiden haben wir ihre WLAN Antenne überprüft (die defekt war) und bei ebay gleich eine neue gekauft.
So bald innen alle Verstärkungen eingeschweißt sind, soll Mitte bis Ende nächster Woche das Boot auf den neuen Kiel gestellt werden, damit die alten Kiele abgeschnitten werden können.
Ausrüstung zum (teilweisen) Schmelzen des Bleis ist auch vorhanden, wie wir mittlerweile heraus gefunden haben. Die können wir problemlos bei Antonio, dem Boss von Ruben, ausleihen. Antonio kommt immer wieder mal gerne vorbei, heute hatte er gleich den Vertreter einer Firma für Schweißgeräte im Schlepptau. Bei uns gibt es ja auch was zu sehen, was man nicht jeden Tag sehen kann!
Überhaupt haben wir regelmäßig Besuch von Leuten, die wissen wollen, was wir da -warum- tun.

Morgen soll mit Hilfe eines Plasma Schneiders die 25 mm dicke Bodenplatte in “Form” gechnitten werden, das spart viele Stunden Arbeit mit der Flex. Zudem ist es wirklich schwierig, unter dem Schiff zwischen den Kielen in dem Umfang zu flexen, da ich bei dem entstehenden Staub trotz Vollmaske nicht mehr viel sehen kann.

Qualität der Schweißnähte

Um den Kiel später auf Dichtigkeit prüfen zu können, lassen wir einen 20mm Vollstab einschweißen, den wir im Inneren des Schiffes auf 16mm abgedreht haben und mit einer 6mm Bohrung versehen haben.. Innen kommt dann ein Schlauch drauf, der wiederum an ein Manometer angeschlossen ist und über einige Pneumatik-Komponenten die Erzeugung eines Überdrucks im Kiel zulässt.

Druckanschluss

Im hintersten Kielbereich sind Schweißarbeiten innen nicht möglich, da sich diese Stellen mitten im Dieseltank befinden und ohne riesigen Aufwand nicht zugänglich sind. Wir verstärken hier die Außenhaut durch aufgeschweißte 8mm Platten, die über die benachbarten Aussteifungen geführt werden. Somit haben wir hier bei insgesamt 14,5 mm Materialstärke eine bessere Verteilung der Druck- und Zugkräfte auf eine größere Fläche plus Ableitung in die vorhandenen massiven Aussteifungen im Inneren.

Verstärkungen im hinteren Bereich des Kieles außen
Natürlich beidseitig
Immer noch nicht alle Aussteifungen an Ort und Stelle… Hinten ist die Kielform schon zu erahnen.
Angefaste Kanten der Beplankung als Vorbereitung für die Schweißarbeiten. Bei den Schleifarbeiten am 12 mm Material geht ein wesentlicher Teil der Arbeitszeit drauf.