Aus dem Refit ist ein totaler Neuaufbau geworden (Sept. 2015)…nur die Möbel blieben am Ort. Es waren zu viel Dinge erkennbar, die nicht mit unseren Qualitätsvorstellungen in Übereinstimmung standen!
Schon im Vorfeld war klar, dass die Elektrik komplett neu gemacht werden muss. Es liegen Kabel kreuz und quer in der Gegend herum, teils im trittbelasteten Teil unter Bodenplatten ungeschützt auf Alu… Der Stand der Elektronik ist teilweise auch 20 Jahre alt…

High-Tech Verbindungen?

Ebenso klar war auch , dass das höchst eigenwillige Steuerrad nicht bleiben wird. Gedacht, im Hafen den Durchgang im Cockpit zu erleichtern, bricht eine Speiche schon beim Rangieren im Hafen ab, zudem verheddern sich die Leinen herrlich um die Speichen herum… Auch muss die Lagerung des Ruderblattes überprüft werden, da dieses zu schwergängig ist.
Dann stellen wir fest, dass an vielen Stellen nicht nur Styropor als Dämmung eingebaut ist, sondern auch Mineralwolle. Die muss – da sie nass werden kann – möglichst vollständig raus. An einige Stellen kommen wir ohne Zerstörung der Einrichtung nicht hin, dort wird eine Isolierung mit Brunnenschaum durchgeführt und der kleine Rest Mineralwolle damit soweit möglich abgeschlossen. Letztendlich bauen wir alle vorhandene Dämmung soweit möglich aus und isolieren das Schiff mit geschlossenzelligem PE-Schaum (Trobloc) neu.

Dann werden alle Decksduchführungen (Edelstahl Haltegriffe, Püttinge, Winschenfundamente, Tankeinfüllstutzen usw.) falls noch nicht vorhanden mittels Kunststoffplatten von dem Aludeck getrennt und neu eingedichtet, da fast alle undicht sind.

Das Deckslayout wird komplett neu gestaltet.

Der Dieseltank muss gründlich gereinigt werden, dazu sind neue Öffnungen anzufertigen, da zwei Abteile des Tanks bisher nicht zugänglich sind. Die Filtertechnik wird durch umschaltbare SEPAR Doppelfilter verbessert.

Sämtliche bisher nicht lackierten Holzflächen der Einrichtung werden (auch an den Schnittkanten) lackiert.

Die Elektrik und Elektronik wird auf den neuesten Stand gebracht, eine KW-Funkanlage und ein Wassermacher eingebaut.

Glücklicherweise können wir unser Schiff zur Firma M.Matzerath, Spezialist für Aluminium-Schiffsbau nach Düren bringen und dort mit kompetenter Unterstützung das Refitprojekt in Angriff nehmen.
Im April 2015 verlegten wir das Schiff nach Ludwigsburg an den Neckar, um die anstrengende Fahrerei nach Düren zu beenden.

Eindrücke von den Arbeiten auf den Unterseiten Rückbau, Innenausbau, Außen und Technik .