{"id":1829,"date":"2022-04-17T20:46:48","date_gmt":"2022-04-17T20:46:48","guid":{"rendered":"https:\/\/sy-muffet.de\/?p=1829"},"modified":"2022-04-17T20:57:40","modified_gmt":"2022-04-17T20:57:40","slug":"juhu-er-ist-noch-da","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sy-muffet.de\/?p=1829","title":{"rendered":"Juhu, er ist noch da!"},"content":{"rendered":"<p>Wir geniesen das klare Wasser und die Farben im Fakarava Atoll. Was f\u00fcr ein Unterschied zu den Marquesas! So sch\u00f6n es dort auch landschaftlich ist, das Wasser mit dem hohen Bewuchsdruck ist alles andere als toll.<\/p>\n<p>Beim mehrt\u00e4gigen Reinigen des Unterwasserschiffes entdecke ich schon wieder ein Problem am Propeller. Er l\u00e4sst sich auf dem Konus gegen den Propellerschaft einige Millimeter verdrehen. Das ist theoretisch unm\u00f6glich, praktisch aber anscheinend schon. Wir vermuten, dass die Gewindel\u00e4ngen der Spannvorrichtung und auf dem Schaft nicht zusammenpassen, es nicht m\u00f6glich ist, den Konus ganz auf den Schaft zu pressen.<br \/>\nJedenfalls haben wir ein Problem, das gel\u00f6st werden muss, bevor es Richtung Westen auf die gro\u00dfen Etappen geht. Und wir wollen den Propeller nicht noch mal verlieren, der &#8222;Spa\u00df&#8220; wird echt zu teuer&#8230;.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1831\" aria-describedby=\"caption-attachment-1831\" style=\"width: 1024px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1831 size-full\" src=\"https:\/\/sy-muffet.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/IMG_6156klein.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"790\" srcset=\"https:\/\/sy-muffet.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/IMG_6156klein.jpg 1024w, https:\/\/sy-muffet.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/IMG_6156klein-300x231.jpg 300w, https:\/\/sy-muffet.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/IMG_6156klein-768x593.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1831\" class=\"wp-caption-text\">In Hirifa \/Fakarava<\/figcaption><\/figure>\n<figure id=\"attachment_1833\" aria-describedby=\"caption-attachment-1833\" style=\"width: 1024px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1833 size-full\" src=\"https:\/\/sy-muffet.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/IMG_6159klein.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/sy-muffet.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/IMG_6159klein.jpg 1024w, https:\/\/sy-muffet.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/IMG_6159klein-300x225.jpg 300w, https:\/\/sy-muffet.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/IMG_6159klein-768x576.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1833\" class=\"wp-caption-text\">Am S\u00fcdpass hat es einen Ungl\u00fccklichen an Land gesp\u00fclt&#8230;<\/figcaption><\/figure>\n<p>Wir sind mittlerweile in Hirifa in der SE Ecke von Fakarava. Hier k\u00f6nnten wir den Propeller im flachen Wasser demontieren, Dominic von der WAVEDANCER w\u00fcrde auch helfen, aber ich entscheide mich dagegen, denn die M\u00f6glichkeiten im Wasser bzw unter Wasser sind zu begrenzt. Kontakt zum Propellerhersteller haben wir auch schon aufgenommen, der vermutet das gleiche Problem mit den Gewinden.<\/p>\n<p>Wir gehen ein Mal zum Driftschnorcheln am S\u00fcdpass, es ist bei weitem nicht so spektakul\u00e4r wie das letzte Mal. Beeindruckend ist nur ein Hai, der, nachdem er uns zu nahe kommt, auf das Schlagen mit der Hand auf die Wasseroberfl\u00e4che (wo die normalerweise verschwinden) nun ganz nahe kommt um mal zu schauen, was da los ist&#8230; Noch mal kr\u00e4ftig Krach gemacht und weg ist er!<\/p>\n<p>Wir entschlie\u00dfen uns, nach Raiatea zu segeln (350nm) und das Boot aus dem Wasser zu nehmen. Um den Propeller zu schonen werden wir versuchen, das ganze St\u00fcck bis zur Werft zu segeln, inclusive dem Pass raus aus dem Fakarava Atoll und den Pass rein durch das Saumriff nach Raiatea.<\/p>\n<p>Da der S\u00fcdpass bei dem aktuellen Wind nicht unter Segel passiert werden kann, fahren wir die 30nm durch das Atoll zum Nordpass, der ist breit genug. Wie immer sind wir zu schnell und nicht bei Slack da, sondern noch bei ablaufendem Wasser. Schon von weitem sieht man eine wei\u00dfe Wasserw\u00fcste aus stehenden Wellen. Wir wissen aber, dass man an der Seite recht gut passieren kann und so geht es problemlos mit kurzem Gewackel hinaus.<\/p>\n<p>Da das ablaufende Wasser f\u00fcr Wellen weit hinaus in den Pazifik sorgt, m\u00fcssen wir einen gro\u00dfen Bogen um diese Zone machen.<br \/>\nWir halsen und wollen dann die Genua ausbaumen, da wir praktisch &#8222;platt vor dem Laken&#8220; segeln werden. Leider sitzt der Spibaum in halber H\u00f6he waagrecht fest, der Topnant hat sich verklemmt, es geht weder rauf noch runter. So k\u00f6nnen wir den Baum nicht mal bergen&#8230; Ein &#8222;Freiwilliger&#8220; muss hoch in den Masttop und das in der Rolle verklemmte Seil heraus machen. Gl\u00fccklicherweise sind wir noch im Wellenschatten von Fakarava, so hat es im Wesentlichen nur die Windwellen von Achtern mit 1 bis 1,5m H\u00f6he.\u00a0 Unter Gro\u00df vor dem Wind geht es bei 5 bis 6 Knoten Fahrt hinauf in den Mast. Die Aktion ist erfolgreich, der Kapit\u00e4n kommt -vom Mast ordentlich verpr\u00fcgelt- mit reichlich blauen Flecken und Absch\u00fcrfungen unten wieder an.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich sind wir wieder zu schnell und so fangen wir 100nm vor Raiatea an, einzureffen und die Genua auf 30% zu verkleinern. Trotzdem ist es immer noch Nacht als wir vor dem Pass Toahotu ankommen. Wir legen das Schiff noch eine Stunde bei, bis es hell genug ist und segeln durch die heftigen Eddies durch den Passs durch. Alles klappt. Unsere &#8222;Lieblingsanchorage&#8220; in der N\u00e4he der Werft ist komplett frei und wir ankern auf 6m ohne Problem. Eine kurze Kontrolle: Juhu, er ist noch da, der Propeller!<\/p>\n<figure id=\"attachment_1834\" aria-describedby=\"caption-attachment-1834\" style=\"width: 1024px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1834 size-full\" src=\"https:\/\/sy-muffet.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/IMG_6166klein.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/sy-muffet.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/IMG_6166klein.jpg 1024w, https:\/\/sy-muffet.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/IMG_6166klein-300x225.jpg 300w, https:\/\/sy-muffet.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/IMG_6166klein-768x576.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1834\" class=\"wp-caption-text\">In der Lagune zwischen Raiatea und Tahaa<\/figcaption><\/figure>\n<p>Nachmittags sagen wir kurz Bescheid in der Werft, dass wir da sind und \u00dcberraschung: Wir k\u00f6nnen schon am n\u00e4chsten Morgen um 8 Uhr auskranen und nicht erst in einer Woche! Prima!<\/p>\n<p>Wir sind am n\u00e4chsten Morgen p\u00fcnktlich da, die Jungs von der Werft noch nicht, aber hektisch tauchen noch zwei auf, um unsere Leinen entgegen zu nehmen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1836\" aria-describedby=\"caption-attachment-1836\" style=\"width: 1024px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1836 size-full\" src=\"https:\/\/sy-muffet.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/IMG_6169klein.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/sy-muffet.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/IMG_6169klein.jpg 1024w, https:\/\/sy-muffet.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/IMG_6169klein-300x225.jpg 300w, https:\/\/sy-muffet.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/IMG_6169klein-768x576.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1836\" class=\"wp-caption-text\">Auskranen<\/figcaption><\/figure>\n<figure id=\"attachment_1835\" aria-describedby=\"caption-attachment-1835\" style=\"width: 1024px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1835 size-full\" src=\"https:\/\/sy-muffet.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/IMG_6167klein.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/sy-muffet.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/IMG_6167klein.jpg 1024w, https:\/\/sy-muffet.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/IMG_6167klein-300x225.jpg 300w, https:\/\/sy-muffet.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/IMG_6167klein-768x576.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1835\" class=\"wp-caption-text\">Erste T\u00e4tigkeit nach dem Auskranen: Chilli ernten! Die Capitania im Gl\u00fcck!<\/figcaption><\/figure>\n<p>Nach dem Auskranen putzen wir das Schiff von Hand, da mit dem Hochdruckreiniger zu viel Antifouling wegfliegt. Was ist das f\u00fcr eine Sauerei!<br \/>\nDanach wird der Propeller abmontiert. Die Passfeder hat deutliche Einlaufspuren durch das hin und her bewegen. Wir messen die Gewinde aus, das sollte kein Problem sein. Dann drehen wir eine normale Mutter auf den Propellerschaft. Die l\u00e4sst sich auch nur 5 Umdrehungen drauf drehen, wie der Propeller. Genauer hingeschaut entdecken wir, dass es einen Schaden auf dem Gewinde des Propellerschaftes gibt auf H\u00f6he des 5. Gewindeganges. Der muss zuerst vorsichtig von Hand heraus gefeilt werden. Jetzt geht die Mutter wieder komplett drauf und der Propeller ohne gr\u00fc\u00dfere Anstrengung mit 6 Umdrehungen. Im Endeffekt hat hier also ca 3-4 mm Weg gefehlt, um den Konus vollst\u00e4ndig aufzupressen. Zus\u00e4tzlich passt die Passfeder nicht richtig, Hiu, der Technikchef hier, bringt eine passende Feder. Die ist zwar zu kurz, passt nun perfekt in die Aufnahme im Schaft, am Propeller ist sie aber etwas zu dick. Also wird die Passfeder von Hand vorsichtig am \u00fcberstehenden Teil herunter geschliffen, bis sie in die Nut am Propeller passt. Um ein Verrutschen zu verhindern wird die alte Passfeder abgeschnitten und damit das fehlende St\u00fcck erg\u00e4nzt.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1838\" aria-describedby=\"caption-attachment-1838\" style=\"width: 1024px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1838 size-full\" src=\"https:\/\/sy-muffet.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Passfeder-neu-klein.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"566\" srcset=\"https:\/\/sy-muffet.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Passfeder-neu-klein.jpg 1024w, https:\/\/sy-muffet.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Passfeder-neu-klein-300x166.jpg 300w, https:\/\/sy-muffet.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Passfeder-neu-klein-768x425.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1838\" class=\"wp-caption-text\">Eine Bastelei . aber funktioniert!<\/figcaption><\/figure>\n<p>Zuletzt wird alles mit reichlich Loctite wieder montiert. Der Propeller ist nun mit 6,5 Umdrehungen aufgedreht (statt 5 wie zuvor). Und gl\u00fccklicherweise hattten wir ja die zus\u00e4tzliche Sicherungsschraube mitinstalliert bei der ersten Propellermontage, die den Verlust des Propellers verhindert hat. Allein die Arbeit am Propeller hat mehrere Stunden gebraucht. So sollte es jetzt hoffentlich keine Probleme mehr geben.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chste Tag sind wir schon wieder im Wasser. Die erste Fahrt f\u00fchrt uns nach Uturoa, wo wir f\u00fcr die n\u00e4chsten Monate einkaufen.<br \/>\nEigentlich wollten wir da \u00fcber Nacht liegen, aber auflandiger Wind und vor allem die st\u00e4ndigen Taxiboote mit ihrem Schwell machen das Liegen ungem\u00fctlich.<br \/>\nWir verschwinden wieder in unser Anchorage am Rande des Saumriffs zwischen Raiatea und Tahaa. Jetzt hei\u00dft es abwarten. Wir w\u00e4ren startklar nach Neu Kaledonien, aber die Wettervorhersagen sind leider katastrophal: Vom SE Passat keine Spur, streckenweise hat es Gegenwind!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir geniesen das klare Wasser und die Farben im Fakarava Atoll. Was f\u00fcr ein Unterschied zu den Marquesas! 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