“Everything is possible” – sagt Rubens Chef, Antonio immer. Dummerweise ist es dann Ruben, der das erledigen darf. So einen Grenzgang erleben wir gerade live beim Schweißen im Innenraum. Der Bodenbereich muss verstäkt werden, um die Kräfte des neuen Kiels in den Rumpf einzuleiten.
Seit drei Tagen wird also innen geschweißt. Begonnn haben “wir” achtern im Dieseltank. Im Tank wurden vorhandene Bleche durchgeschweißt und anschließend Verstärkungen eingeschweißt. Es ist mir ein Rätsel, wie Ruben bis in die letzten Ecken schweißen konnte durch eine Öffnung in der Größe eines DIN A4 Blattes. Aber er hat es geschafft und die Naht sieht aus wie eine Eins!

Arbeit auf Fußbodenhöhe – mies! Arbeit unter Fußbodenhöhe – ganz mies!!

Dummerweise ist dann gestern beim Schweißen das Schutzgas ausgegangen. Nach der Mittagspause tut sich nichts, irgendwann kommen dann Antonio und Ruben mit dem Kleinlaster und nehmen die große Flasche zum Füllen mit. Die kleine Flasche, die ebenfalls leer ist, bleibt da? Als sie dann nach längerer Zeit zurück kommen, wird zuerst mal umgefüllt- von der großen in die kleine Flasche. Na ja, vielleicht gibt es ja die kleinen Flaschen nicht im Tausch….? Innen fertig schweißen geht jetzt nicht mehr – “the boss is killing my day” meint Ruben.
Er wollte den “fu……..ing job” endlich beenden.
Die in den Bildern sichtbare “Python-Schlange” ist übrigens eine Entrauchungsanlage. Da wir den Kielbereich ja vor der Abfahrt aus Gründen des Korrosionsschutzes lackiert hatten, verbrennen jetzt beim Schweißen die nicht entfernbaren Lackreste. Wirklich ein widerlicher Gestank. Ohne Absaugung undenkbar.

Verstärkungen im Schiffsboden

Heute werden wir die Arbeiten innen beenden – vorläufig! Denn nach dem Abtrennen der alten Kiele muss innen dann noch mal geschweißt werden, um die Löcher zu zu bekommen. Auch Ruben hat es mit Schrecken zur Kenntnis genommen, als er gesehen hat, dass wir von innen in die alten Kiele hinein schauen können – leider nicht geschlossen, wie er gedacht/gehofft hatte.