Kauf und Abwicklung gestaltete sich spannend, da im Vorfeld fast alles (Flüge, Versicherung,Unterkunft, Crew) von Thailand aus organisiert werden musste, wo wir einen schon länger geplanten Urlaub verbrachten.’
Letztendlich kamen wir dann am 21. August zu zweit in Bristol an, um das Schiff seeklar zu machen. Mittlerweile funktionierte der Seewasserkreislauf nicht mehr und die Lösung des Problems erforderte einigen Aufwand.

Innen musste recht interessanter Müll entsorgt werden.

Was so alles rauskommt

Zentimeterdicker Muschelbelag lies sich dank dem Silikon-Antifouling sehr leicht entfernen, ein echtes Problem stellte dafür die schwergängige Steuerung dar. Weiter merkte man schnell, dass das Schiff vermutlich niemals richtig gesegelt worden ist, da z.B. die Genuaschoten schlicht zu kurz waren. Einen Ölwechsel spendierten wir der Maschine auch noch – sicher ist sicher.

Der Plan war, das Schiff auf dem Seeweg in die Niederlande zu bringen und von dort per LKW in eine deutsche Werft, die auf Alu-Schiffe spezialisiert ist.
Da das Schiff für einen LKW Transport von den Niederlanden nach Deutschland zu hoch war und sich mit dem vorhandenen Cockpit-Überbau auch der Baum nicht installieren lies, wurde zunächst mal der Aufbau mit der Säge teilweise herunter geschnitten.

Das Steuerrad musste in einen betriebssicheren Zustand gebracht werden, da die verstellbaren Speichen zwar eine nette Idee darstellen, aber vollkommen untauglich auf See sind – bereits im Hafen hatten wir eine beim Rangieren in der Hand. Als englische Skurrilität werteten wir die Tatsache, dass das Schiff, wenn man vorwärts einlegt zügig rückwärts startete und umgekehrt. Wer Linksverkehr hat, fährt halt auch so in der Gegend rum….. Nun , dieses Problem war durch einfaches Tauschen der Schalt-Züge zu erledigen!