Ja wir sind schon auf dem Rückweg Richtung Festland. Eigentlich wollten wir noch nach Sao Jorge, aber die Wetteraussichten für die folgenden 8 – 10 Tage lassen vermutlich keinen Rückweg Richtung Osten zum Festland erwarten. Und dann wird es uns langsam zu spät, denn die Fahrt rüber nach Portugal könnte ja auch länger als 6 Tage dauern. In der letzten Zeit war es fast unmöglich, direkt nach Portugal zu kommen, da der Wind zu östlich kam. Dann bleibt nur der Weg über Madeira und dann wird es auf jeden Fall länger. Gut, das waren unsere Überlegungen.

Am Freitag haben wir dann nach Angra do Heroismo, der Stadt des Heldentums, verlegt, 15nm, zum Stadt anschauen und um die Capitania langsam wieder an das Geschaukel zu gewöhnen. Stadt des Heldentums weil sie hier in Kämpfen zwischen Liberalen und Königsgetreuen siegreich waren (die Liberalen) und deswegen den Zusatz bekamen. Die kurze Überfahrt war dann auch heftig nach tagelangem kräftigen NO, aber es ging alles gut.

Ansteuerung von Angra
Angra soll die schönste Stadt der Azoren sein
Die Capitania denkt über einen neuen Kapitän nach…..(Vasco da Gama)

Am Samstag sind wir dann nach Santa Maria ausgelaufen, der südöstlichsten Insel der Azoren. Hier werden wir das erste Wetterfenster das ordentliche Verhältnisse verspricht, nutzen.
Geplant war eine entspannte Fahrt mit zuerst 10 bis 14 Knoten, dann drehed mehr auf Nord mit dann bis zu 19 Knoten. Geboten wurde dann Wind mehr aus Ost als angekündigt, als mehr hoch am Wind oder gegenan, dazu Wind von 4 Knoten bis 25 Knoten schwankend und in der Richtung um 120 Grad drehend. Das heißt: Ständig einreffen, ausreffen, Genua bergen, motoren, Segel setzen usw.. An Schlaf war dabei nachts nicht zu denken, denn ständig musste der Kurs korrigiert werden. Mitten in der Nacht kommt uns dann wieder so ein Chaot gerade in einem Regenschauer entgegen – ohne AIS. Sein Kahn gibt auch kein Radarecho, obwohl er höchstens in einer halben Meile Abstand passiert. Genau so liebe ich es…….. Grrrr!!
Kurz vor Santa Maria brist es dann noch mal ordentlich auf und wir haben 20 Knoten hoch am Wind. Es ist richtig hartes rauhes und nasses Hochseesegeln….. Es wird mal wieder mit einer überkommenden Welle ein Tintenfisch ins Cockpit gespült, der diesmal gar nicht so klein ist.
Nach exakt 25 Stunden nach dem Ablegen in Angra haben wir hier in Vila do Porto festgemacht