Nach einigen Tagen vor dem Hauptort im Fakarava Atoll fahren wir zusammen mit MAYA und der WAVEDANCER die 40nm hinüber zum Toau Atoll.
Die Zeit haben wir genutzt, mal wieder Wäsche waschen zu lassen, Bettwäsche von Hand zu waschen ist weniger effektiv.
Wir gehen früh morgens Anker auf, fahren die 5 nm unter Vollzeug durch das Atoll, reffen vor der Ausfahrt durch den Pass die Genua weg und setzen das Groß bei wenig Wind in die Mitte. Es spült uns mit knapp 2 Knoten durch den fast 1km breiten Pass hinaus, no problem.

Da es sehr wenig Wind hat, wird das Groß weggeborgen und der Gennaker kommt zum Einsatz. Um besser Speed zu machen wird die Genua zusätzlich ausgebaumt.
Wir laufen besser als WAVEDANCER, eine 48Fuß Feeling. MAYA ist außer „Konkurrenz“, Tobias ist allein und der Autopilot funktioniert nicht, da geht nichts mit ausbaumen usw..
Zwei Boote geben – eine Regatta. WAVEDANCER rüstet auf und setzt den Spinaker. Jetzt laufen sie besser, wir haben aber mittlerweile die Seiten gewechselt und den Gennaker auf StB und können Kurs fahren,  WAVEDANCER fährt weg vom Atoll und kommt dann später mit Halbwind angerast und holt uns kurz vor der Einfahrt in den „false pass“ wieder ein.
Der „Pass“ ist eine Sackgasse und endet vor einem Korallenriff in einer Erweiterung, einer Bucht die gut vor Schwell und halbwegs vor Wind geschützt ist, der „Anse Amyot“.

Es hat außer unseren Booten die ganze Zeit niemand anderes hier, aber entgegen unseren Erwartungen ist an Land mehr los als gedacht. Es hat Bungalows und einige Häuschen.
Doch zuerst heißt es mal an der Mooringboje festmachen. Ankern ist zwar möglich, aber der Schwojraum ist durch die 7 Bojen ordentlich eingeschränkt. Das wird schwieriger als gedacht: Es hat mind. 3 Knoten Strom durch ablaufendes Wasser… Beim 2 Anlauf geht der Bootshaken verloren…. Die Capitania kann das Boot nicht an Ort und Stelle halten, so wird das nichts….
Wir wollen es nun rückwärts versuchen, aber Dominique und Veronique von der WAVEDANCER haben schon ihr Kajak im Wasser und kommen angepaddelt und helfen. Mittlerweile fährt der Kapitän himself, das war es.
Das erste Mal an einer Boje und gleich mal eine richtige Blamage….

An Land wohnen Valentine und Gaston, denen gehören die Moorings, sowie Verwandtschaft von denen, die die Bungalows betreibt. Ein Ehepaar aus Montpellier sind als Gäste da. Obwohl gerade mal eine Handvoll Leute hier wohnen, hat es Mobilfunk, Telefonzelle ! und WLAN Hotspot (mit Höchstgeschwindigkeit).

Wir schnorcheln, zum ersten Mal sehen wir Haie, die hektisch im Wasser herum schwimmen und sichtlich aufgeregt sind. Glücklicherweise interessieren sie sich nicht für uns.
Veronique von der WAVEDANCER hat Geburtstag und wir wollen nach Monaten mal wieder Essen gehen. Die

 

Verhandlungen gestalten sich recht schwierig. Valentine will immer zusätzlich was anbieten und den Preis höher treiben. Immer wenn wir denken, wir sind uns einig, geht es von vorne los. Es nervt.
Letztendlich wird es für MAYA und MUFFET das volle Programm mit gegrillter Languste, poisson cru, gebratenem Fisch, Reis, Dessert und Wasser.
Wir verkaufen pro Boot noch 20l Diesel, der für den Generator hier benötigt wird. Samstag hat es keinen Wind, so geht es am Sonntag weiter gen Apataki-Atoll. Dort hat es eine etwas rustikale Werft. Eventuell gehen wir da raus und machen das Unterwasserschiff neu, wenn es ein passendes Antifouling zum Kaufen gibt. Das Antifouling aus Europa taugt hier absolut nichts.
Wenn nicht, geht es weiter nach Tahiti, gerade mal noch 230nm.