Durchgeknallt sind die meisten. Mal kurze drei Beispiele: Da beim LIDL ja nur einer zum Einkaufen rein darf (obwohl der Laden leer ist), habe ich reichlich Zeit zum Beobachten. Die meisten Spanier fahren in ihren privaten PKWs mit Maske und meist blauen Pastikhandschuhen herum.
Eine Dame steigt aus dem Auto aus, geht mit ihrer Maske rein und desinfiziert ihre blauen PLastikhandschuhe außen mit dem bereitgestellten Desinfektionsmittel, bevor sie dann die bereit liegenden Plastikhandschuhe als zweite Lage drüber zieht. Hoffnungslos. Wer schon mal längere Zeit mit den Plastikdingern gearbeitet hat (wie wir am Boot), weiß was das innen drin für eine schlimme Sauce gibt. Ich hoffe, dass die Nulldurchblicker sich alle ordentliche Mykosen einfangen.

Unser französischer Sunnyboy Rewa macht auf dem Pontoon ein wenig Sport. Die Hafenpolizei sieht das von der anderen Seite des Hafens, ruft ihm irgendwas zu und ruft in der Marina an. Der Marinero kommt sofort angeschossen und erklärt ihm, dass das natürlich alles verboten ist. Er soll sofort auf sein Boot. Rewa diskutiert mit ihm (ganz schlecht) über den Sinn (das geht kurz) und vor allem den Unsinn (das dauert länger), macht seine Übungen fertig und geht duschen.
Fertig mit der Dusche erwartet ihn die Polizei (die der nette Marinero geholt hat) vor der Türe und erklärt ihm nachdrücklich, dass er sich gefälligst nur auf seinem Boot aufzuhalten hat. Jeder Sport sei verboten, ebenso der Aufenthalt auf dem Pontoon. Der Versuch, mit denen zu diskutieren, ist natürlich unsinnig. Wer zur Polizei geht, macht das ja nicht, weil er denken möchte. Zum Schluß sagt die Polizei, wenn ihm was nicht passt, dann soll er nach Frankreich verschwinden. Und zwar hoppla.

Auch uns erwischt es beinahe. Wir gehen zum Duschen nachts um 23 Uhr. Die Polizei fährt nachts Streife, falls so ein Corona Terrorist nachts spazieren geht. Wir werden entdeckt, der Wagen hält auf uns zu und hält einige Meter vor uns. Dumm nur, dass wir schon an dem Eingang zur Dusche stehen und bevor die Jungs aussteigen können sind wir auch schon drin. Uff. Natürlich ist der Gang zur Dusche erlaubt, trotzdem ist das natürlich maximal unangenehm. Wo sind wir denn?

Und doch noch einer: Kommt dir ein Spaziergänger mit seinem Hund entgegen. Weit und breit niemand, herrliche Meeresluft, aber der Hundehalter hat schweren Atemschutz aus dem Baumarkt umgeschnallt und natürlich blaue Handschuhe an. Oh armes Spanien!

Und nochmal einer: Bei der abendlichen Funkrunde in der Marina bietet eine französische Familie ihre etwas nervige Tochter und/oder den ebenso nervigen Hund als “Leihgegenstände” zum “Gassigehen” an. Nur so darf man draußen unterwegs sein. Auch ein Geschäftsmodell……